Existenzielle Ängste gehören zu den Grunderfahrungen des Menschseins. Angesichts persönlicher Krisen, gesellschaftlicher Umbrüche oder der Endlichkeit des Lebens stellen sich drängende Fragen: Wie finden wir Halt im Angesicht der Angst? Wie können wir dem sprichwörtlichen Abgrund trotzen und Wege zum Aufbruch finden?
Unser Tagungswochenende widmet sich der Resilienzforschung und der individuellen Erfahrung von Widerstandskräften. Wir beleuchten existenzielle und religiös
motivierte Ängste und wenden uns Resilienz-Konzepten aus drei Perspektiven zu: dem biblischen Befund, der psychischen Realität und dem ästhetischen Ausdruck.
• Der biblische Befund: Wir spüren den biblischen Aspekten der Angst nach und entdecken überraschende Resilienzstrategien, die bereits im Neuen Testament
offenbar werden. Diese tiefgehende Auseinandersetzung findet am Freitagabend mit Klaus Schmitz statt.
• Die psychische Realität: Am Samstagnachmittag beleuchten wir mit Herald Hopf psychische Belastungen, die häufig durch religiös motivierte Fehlhaltungen
entstehen - von Dämonisierung und Schwarz-Weiß-Denken bis hin zu anderen Störungen der Psyche. Ergänzend dazu fragen wir mit der Salutogenese nach den Faktoren, die uns gesund und stark erhalten.
• Der ästhetische Ausdruck: Wir schauen anhand des expressiven Werkes von Edvard Munch in den „Spiegel der Seele“. Am Sonntag erfahren wir mit Stefan Löbermann, wie Angst, Transformation und Resilienz in der Kunst sichtbar und erfahrbar werden.
• Der Gottesdienst mit Martin Knoll (Predigt) wird als Resilienzerfahrung konzipiert.