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AWA - STA-Journal

 

Nachrichten aus der adventistischen Welt

 



Neuer Gesamtschulleiter in Bogenhofen

(Zürich/CH 18.01.2012) Am 27. Februar wird Dr. Christoph Berger (45) die Nachfolge von Dr. Winfried Vogel (57) als Gesamtschulleiter am Seminar Schloss Bogenhofen bei St. Peter am Hart/Oberösterreich übernehmen, wie die Freikirchenleitung der Deutschschweizer Siebenten-Tags-Adventisten mitteilte. Die 2.300 Deutschschweizer Adventisten unterhalten das Seminar gemeinsam mit den 3.900 österreichischen Adventisten. Die 1949 gegründete Einrichtung dient beiden Trägern als Ausbildungsstätte für Pastoren.
 

 

   

Dr. Christoph Berger

 

Dr. Winfried Vogel

(Fotos: APD)

 

  Dr. Christoph Berger hat einen theologischen Abschluss des früheren adventistischen Theologischen Seminars Marienhöhe, Darmstadt/Deutschland, sowie einen Master of Arts (M.A.) und Doctor of Ministry (D.Min.), beide vom Adventist International Institute of Advanced Studies (AIIAS), Philippinen. Er war Pastor und Abteilungsleiter für Jugend in Deutschland und Italien, Vizepräsident an der Asia Pacific International University in Thailand und leitete die „Plant Academy“, ein Studiengang für Mission und Gemeindewachstum am Seminar Bogenhofen. Berger ist verheiratet und hat zwei Töchter im Teensalter.
  Dr. Winfried Vogel tritt aus persönlichen Gründen zurück. Er leitete das Seminar seit 1997. Winfried Vogel ist verheiratet und hat drei erwachsene Söhne. Er war Pastor in Deutschland, Dozent für Theologie am Theologischen Seminar Marienhöhe, Darmstadt, und Dozent für Altes Testament und Praktische Theologie an der Ausbildungsstätte in Österreich.
  Das Seminar Bogenhofen führt eine Volks- und Hauptschule für die Schulstufen 1 bis 8 mit 44 Schülern sowie ein Oberstufenrealgymnasium für die Stufen 9 bis 12 mit 87 Schülern. Die Reifeprüfung (Matura) ist staatlich anerkannt und europaweit gültig. Am Theologischen Seminar Schloss Bogenhofen mit derzeit 38 Studenten kann in der Regelstudienzeit von vier Jahren ein dem Bachelor (B.A.) vergleichbares Diplom erlangt werden. Das Sprachinstitut hat die Abteilungen Hebräisch, Griechisch und Deutsch als Fremdsprache. Der Deutschkurs mit gegenwärtig 14 Studierenden endet nach neun Monaten mit dem Österreichischen Sprachdiplom. Die „Plant Academy“, der neuste Ausbildungslehrgang mit sieben Absolventen, vermittelt während einem Jahr Wissen und Praxis zum Schwerpunkt Mission und Gemeindegründung. (APD/Schweiz)



Leitungswechsel in der Mittelrheinischen Vereinigung

 

(Darmstadt, 18.01.2012) Pastor Norbert Dorotik, Dipl.-Theol. (57), wird neuer Vorsteher der Mittelrheinischen Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit Sitz in Darmstadt. Die Freikirchenleitung umfasst 64 Gemeinden mit 4.590 erwachsen getauften Adventisten und 34 Pastoren in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Dorotik tritt im Sommer diesen Jahres die Nachfolge von Pastor Christian Molke, Dipl.-Theol. (47), an, der im Juni, nach der Pensionierung des langjährigen Direktors Erich Lischek, die Geschäftsführung der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland in Weiterstadt bei Darmstadt übernimmt.

  Der Vorsteher der Mittelrheinischen Vereinigung ist ex officio Mitglied des Kuratoriums des adventistischen Schulzentrums Marienhöhe (Gymnasium, Kolleg, Realschule, Grundschule) in Darmstadt.
  Norbert Dorotik ist verheiratet und hat drei erwachsene Söhne. Er leitete bisher die Abteilung Predigtamt und Bildung des Süddeutschen Verbandes der Freikirche in Ostfildern bei Stuttgart. Von 1985 bis 1991 war er bereits Jugend-Abteilungsleiter in der Mittelrheinischen Vereinigung. (APD/wb/Foto: EANN))

 


 

Alle Christen Samoas feiern ab 1. Januar 2012 den Sabbat

Mit dem Ablauf des 29.12.2011 wechselte Samoa* die Zeitzone. Da der pazifische Inselstaat an der Datumsgrenze liegt, bedeutet dieser Wechsel in die östliche Hemisphäre, dass ein Tag ausgelassen werden musste. So folgte auf Donnerstag, den 29.12.2011, gleich Samstag der 31. Dezember. Damit feierte Samoa mit seinen wirtschaftlich engen Nachbarn Australien und Neuseeland gemeinsam den 1. Januar. Vom Land des letzten Sonnenuntergangs wurde es zum Land des 1. Sonnenaufgangs. So einen Wechsel hatten schon 1995 Kiribati-Inseln und 1999 Tonga vollzogen.
  Da nach adventistischem Verständnis die biblische Sieben-Tage-Woche nicht verkürzt  (oder verlängert) werden darf, bleiben die Siebenten-Tags-Adventisten auf Samoa (wie zuvor auch auf Kiribati und Tonga) bei ihrer traditionellen Sabbatheiligung, auch wenn dies bedeutet, dass der Sabbat auf den neuen Sonntag fällt. So sind, wie auch eine Adventistin in einem Leserbrief in der Zeitung Samoa-Observer schrieb, die sonntagshaltenden Christen (eher unbewusst) zu Sabbathaltern geworden.
  Wie schon beim Datumswechsel in Kiribati und Tonga hat die adventistische Kirchenleitung von Samoa und der übergeordneten South Pacific Division (mit Sitz in Wahroonga/Australien)** die Entscheidung ausführlich begründet und mit den betroffenen Gemeinden diskutiert.***

Ganz Samoa feiert den Sabbat - ganz Samoa? Nein, eine kleine Gruppe „Unabhängiger Adventisten“ akzeptiert die Wochenkürzung im Dezember und feiert nun Gottesdienst am "offiziellen" Samstag, man verlöre ja sonst ein Alleinstellungsmerkmal.****

 

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*Samoa, seit 1962 unabhängig, umfasst mehre Inseln mit insgesamt nicht mehr als 200.000 Bewohnern. Über 98% der Bevölkerung sind Christen, vor allem Protestanten, etwa 3,5% der Einwohner sind Siebenten-Tags Adventisten.
Auf Samoa herrscht klare Trennung von Staat und Kirche.
Samoa war von 1900-1914 deutsche Kolonie, dann bis zur Unabhängigkeit unter neuseeländischer Verwaltung.

**Die zugehörigen Gebiete siehe:
www.adventiststatistics.org/view_Summary.asp?FieldID=D_SPD

***siehe diverse Texte:
http://adventist.org.au/samoa-dateline-change-2011

http://record.net.au/items/church-responds-to-shift-in-time

Diese Diskussion entspricht in etwa auch der in den 20er Jahren, als der Völkerbund eine Kalenderreform vorschlug, die jährlich einen Schalttag (außerhalb der Sieben-Tage-Woche) vorschlug, einen "Weltfeiertag", der aber dafür gesorgt hätte, bei Beibehaltung des traditionellen Sieben-Tage-Zyklus, dass Juden und Adventisten in jedem Jahr an einem anderen Tag des offiziellen Kalenders ihren Sabbat gehabt hätten. Die Kalenderreform konnte abgewendet werden.

 

****In manchen (weltweiten) Internetforen sehen einige auch den Sabbat als Unterscheidungsmerkmal im endzeitlichen Geschehen, er verlöre durch solche Entscheidungen wie in Tonga, Samoa etc. an „Kampfkraft“.

 


 

Lesenswert:

 

Ron Osborne, "The Dark Fantasy World of Walter Veith", in: Spectrum Magazine

 


 

Friedbert Ninow zum Professor für Biblische Archäologie und Rektor berufen

(Friedensau bei Magdeburg, 28.03.2011) Dr. Friedbert Ninow (48), Dozent für Altes Testament und Biblische Archäologie an der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg, ist von der Kultusministerin des Landes Sachsen-Anhalt, Professorin Dr. Brigitta Wolff, zum Professor für das Fachgebiet Biblische Archäologie berufen worden. Die Ernennungsurkunde wurde ihm während der Senatssitzung der Hochschule am 16. März überreicht.
  Als Archäologe nahm Ninow seit 1987 an Ausgrabungen von Professor Dr. Udo Worschech (Friedensau) in Khirbat al-Balua, einer früheren Hauptstadt im antiken Moab, dem Nachbarstaat Israels im 2. Jahrtausend vor Christus östlich des Toten Meeres im heutigen Jordanien, teil. 2001 begann er mit einem eigenen Forschungsprojekt in diesem Gebiet an einer weiteren alten Stadtanlage. Nach dem Ruhestand von Professor Worschech leitet Ninow seit 2008 auch die Ausgrabungen in Khirbat al-Balua.
  Ninow erlangte an der Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan/USA, den Master (M.A.) in Religion und war anschließend drei Jahre Pastor in Augsburg. Danach promovierte er an der Andrews Universität in Altes Testament. Seit 1997 ist er Dozent in Friedensau und war dort bis Ende Februar 2011 Dekan des Fachbereichs Theologie. Am 25. März wurde er als neuer Rektor der adventistischen Hochschule in sein Amt eingeführt. Ninow hat auch einen Lehrauftrag am Institut für Geschichte der Otto-von- Guericke-Universität in Magdeburg. [APD]

 


 

Italien - staatliche Anerkennung des adventistischen Theologiestudiums


(Florenz/Italien, 04.02.2011) Nach einem über zehnjährigen Anerkennungsprozess hat die Ministerin für Bildung, Mariastella Gelmini, ein Ausführungsdekret für das Theologiestudium am „Istituto Avventista di Cultura Biblica“, der adventistischen Hochschule in Florenz/Italien unterzeichnet.
  Das Ausführungsdekret basiert auf dem Beschluss Nr. 67 des Italienischen Parlaments vom Sommer 2009, der die Diplome der Hochschule staatlich anerkenne, teilte die adventistische Kirchenleitung für Mittel- und Südeuropa, mit Sitz in Bern, mit. Durch das Dekret würden sowohl die „Laurea in Teologia“, eine dreijährige Theologieausbildung, vergleichbar mit einem Bachelor (B.A.) in Theologie, als auch das darauf aufbauende zweijährige Theologiestudium, die „Laurea Magistrale in Teologia“, entsprechend einem Master (M.A.) in Theologie, staatlich anerkannt.
  „Das Dekret hat sehr positive Auswirkungen“, sagte der Rektor der adventistischen Hochschule in Florenz, Dr. Tiziano Rimoldi. “Dadurch kann jeder Student mit einem Abschluss unserer Hochschule beim Bildungsministerium die staatliche Anerkennung seines Studiums beantragen. Die Anerkennung bedeutet, dass der Abschluss unseres Instituts gleichwertig mit einem Abschluss einer staatlichen Universität ist.”
  Die Unabhängigkeit des adventistischen Instituts gegenüber dem Staat wurde in Artikel 14 eines generellen Abkommens zwischen dem Italienischen Staat und der adventistischen Kirche (“Unione Italiana delle Chiese Cristiane Avventiste del 7° Giorno”) im Jahr 1988 geregelt: „Die Geschäftsleitung und die Statuten des Instituts, wie auch die Anstellung des Lehrpersonals, ist Sache der zuständigen Organe der italienischen Kirchenleitung.“
  Das adventistische Institut wurde 1940 gegründet. Seit 1947 befindet es sich in der “Villa Aurora”, einem Renaissance-Wohnsitz in den Careggi-Hügeln, am Stadtrand von Florenz. Außer dem Theologiestudium wird auch ein Master in Internationaler Entwicklungszusammenarbeit, in Kooperation mit der Andrews University, Berrien Springs, Michigan/USA, und ein Sprachkurs in Italienisch angeboten.
  Die Hochschule in Florenz ist Teil des adventistischen Bildungssystems, das weltweit 7.804 Schulen, von der Grundschule bis zur Universität, mit mehr als 1,6 Millionen Schüler/innen und Studenten/innen umfasst. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Italien ist Trägerin des „Istituto Avventista di Cultura Biblica“ und betreut über 9.000 erwachsen getaufte Mitglieder in 108 Gemeinden. [APD]

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